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Fakten zu Einkommensungleichheit

Einkommensungleichheit bezeichnet die ungleiche Verteilung von Einkommen innerhalb einer Gesellschaft und stellt ein signifikantes soziales und wirtschaftliches Problem dar. Sie äußert sich nicht nur in größeren Lohnunterschieden zwischen verschiedenen Berufsfeldern, sondern auch in Geschlechterunterschieden und dem Einfluss von ethnischer Herkunft, Bildung und sozialen Hintergründen. In vielen Ländern, einschließlich Österreich, verdienen Frauen im Durchschnitt deutlich weniger als Männer

Diese Ungleichheit hat weitreichende Folgen, darunter eine erhöhte Armut unter bestimmten Bevölkerungsgruppen sowie eine eingeschränkte wirtschaftliche Mobilität. Um diesen Herausforderungen effektiv zu begegnen, ist es wichtig, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, die von der Implementierung gerechter Löhne über die Förderung von Gleichstellung bis hin zu umfassender Bildung und Bewusstseinsbildung reichen. Eine gerechtere Einkommensverteilung ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch entscheidend für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und das Wohl aller Teilhabenden an der Gesellschaft.

Fakten 

  • Das mittlere Einkommen (Medianeinkommen) ist bei erwerbstätigen Frauen deutlich niedriger als bei erwerbstätigen Männern. 
  • Die Einkommensungleichheit ist in Österreich besonders hoch zwischen Arbeiterinnen und Arbeitern mit den niedrigsten Einkommen. (vgl. Statistik Austria, 2022)
  • Frauen gelten bereits mit viel niedrigerem Einkommen als Topverdienerinnen. 
  • Die höchsten Bruttojahreseinkommen der Frauen in Österreich liegen deutlich unter jenen der Männer. (vgl. Rechnungshof, 2022)

Woran liegt das? 

  • Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit eher, denn Frauen übernehmen einen überproportionalen Anteil der unbezahlten Sorgearbeit. 
  • Frauen sind eher als Teilzeitkräfte tätig. 
  • Frauen arbeiten häufiger in Branchen mit niedrigem Einkommen. 
  • Frauen werden häufiger auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert. 
  • Die Unterrepräsentation von Frauen in Entscheidungspositionen führt zu einem Machtgefälle. 

Auswirkungen 

  • Die ökonomische Unabhängigkeit vieler Frauen ist nicht gegeben. 
  • Die Qualifikationen von Frauen werden am Arbeitsmarkt zu wenig ausgeschöpft. 
  • Frauen fehlen in der Wirtschaft als Innovations- und Wachstumstreiberinnen. 
  • Die Gesamt-Wertschöpfung kann um mehrere Prozent steigen, wenn Potenziale von Frauen am Arbeitsmarkt besser genutzt würden. 

 

Quellen:

STATISTIK AUSTRIA, Lohnsteuer- und SV-Daten. Erstellt am 20.12.2022. – Bruttojahresbezüge gemäß § 25 Einkommensteuergesetz. – Ohne Lehrlinge. – Inklusive Teilzeitbeschäftigte und nichtganzjährig Beschäftigte. Online: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/einkommen-und-soziale-lage/jaehrli- che-personeneinkommen [Aufgerufen: 08.03.2023] 

Rechnungshof Österreich (2022): Allgemeiner Einkommensbericht 2022. Online: https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/news/news/aktuelles/Allgemeiner_ 

Einkommensbericht_2022.html

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